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Am 2.Juni 2017 wäre Heinz Sielmann 100 Jahre alt geworden
05.06.2018 06:58 ( 363 x gelesen )

Ein Leben für die Natur | Heinz Sielmann (1917-2006)

"Ich bin glücklich, auf ein langes Leben in der Natur zurückblicken zu können. Besonders die Erkenntnisse der letzten Jahre haben mir gezeigt, wie wichtig es ist, uns in unserer Maßlosigkeit gegenüber unserer Umwelt einzuschränken. Nur dann haben auch künftige Generationen die Chance auf eine lebenswerte Zukunft."

Bekannt wurde Heinz Sielmann vor allem durch die seit den 60er Jahren laufende Senderreihe "Expedition ins Tierreich". Im Laufe der Jahre entwickelte er sich vom ehrgeizigen Verhaltensforscher zu einem engagierten Naturschützer. 1994 gründete Sielmann zusammen mit seiner Frau Inge die Heinz Sielmann Stiftung.

Ganz viel dieser schützenswerten Natur fndet Ihr in meiner Fotogalerie >>



Heinz Sielmann wurde am 2.Juni 1917 in Rheydt/Mönchengladbach geboren. 1924 zog die Familie nach Königsberg in Ostpreußen. Er begeisterte sich für Kiebitz, Rotschenkel, Uferschnepfe und Bekassine - kurzum die schnepfenartigen Wiesenvögel. Schon bald entstanden eindrucksvolle Fotos aus dem Privatleben der Schnepfenvögel. "Ich saß auf einer alten Bratheringdose in meinem Versteck und erlebte die Balztänze der Uferschnepfen, die fledermausartigen Flüge der Alpenstrandläufer und das Flöten der Rotschenkel", schrieb Sielmann in seinen Erinnerungen.

Schon sein Debüt, der Stummfilm "Vögel über Haff und Wiesen" machte ihn 1938 unter Vogelkundlern bekannt. Zur Balz der Birkhähne in der Lüneburger Heide nahm der Naturfilmer die junge Inge Witt mit. "Die Natur war eine Art Lebenselixier für mich", sagt sie heute. "Das Herz meines Mannes schlug aber wirklich draußen, sein Leben spielte sich dort ab. Unser Weg war irgendwie vorgegeben."  Sie heirateten im Jahr 1951, drei Jahre später wurde ihr Sohn Stephan geboren.

Fast zeitgleich machte sich Sielmann mit seiner berühmten Specht-Doku einen Namen als "Mister Woodpecker" .
Bis heute liefert Sielmann der Wissenschaft Material - denn gerade die Verhaltensforschung braucht Filmdokumente für detaillierte Untersuchungen. So erlauben Sielmanns Filme noch nach seinem Tod neue Erkenntnisse, ob im Spechtwald gedreht, auf Neu-Guinea, in der Antarktis oder auf Galapagos.

In Afrika konnte Inge Sielmann zeitweise an der Seite ihres Mannes sein. Auch sonst war sie ihm eine unverzichtbare Partnerin. Meist koordinierte sie von zu Hause aus und bearbeitete das Filmmaterial.

Hierzulande gilt er als großer Tierfilmer, der die Schönheit der Natur zeigte, Ihre Vielfalt und Verletzlichkeit. Regelmäßig in die Wohnzimmer kam er ab 1965 in gut 170 Folgen von "Expedition ins Tierreich". Er veröffentlichte mehr als 30 Bücher, u.a. seinen autobiographischen Bildband "Mein Abenteuer Natur".  Er zeigte bedrohte Tierarten und nutzte öffentliche Auftritte, um auf das Anliegen des Naturschutzes aufmerksam zu machen.

1978 kam ihr einziger gemeinsamer Sohn Stephan bei einem Unfall ums Leben.
Dieser Schicksalsschlag gab den Anstoß für ihr letztes großes Projekt: Unter dem Leitsatz "Naturschutz als positive Lebensphilosophie" gründeten seine Eltern 1994 die Heinz-Sielmann-Stiftung >>.

Sie soll unter anderem Kinder und Jugendliche an eine intakte Natur heranführen und bedrohte Lebensräume bewahren.
Sielmann sah sich selbst als Optimisten. Dennoch sagte er in einem Interview mit dem "Tagesspiegel" zu seinem 85.Geburtstag: "Wir gehen maßlos mit der Erde um. Sie wird uns für unsere Maßlosigkeit bestrafen, hart bestrafen."
"Dabei werde der Mensch die Natur nicht umbringen, vorher gehe eher der Mensch kaputt"
"Es wird uns an den Kragen gehen, das steht für mich fest."


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